Untersuchungen / Geräte

Bei der augenärztlichen Untersuchung wird nicht nur die Sehschärfe bestimmt. Bei manchen Augenerkrankungen kann diese noch ganz normal sein, und dennoch ist manchmal nicht alles in Ordnung!

Eine Reihe von Untersuchungsmethoden und moderne Geräte helfen uns, herauszufinden, ob mit Ihren Augen etwas nicht stimmt und auch, welche Therapie Sie brauchen.

Je nach Fragestellung werden neben der Untersuchung an der sogenannten Spaltlampe auch Augenstellung und -beweglichkeit, Farbsinn, Kontrastsehen, räumliches Sehen und das Gesichtsfeld untersucht. Oft setzen wir heutzutage auch weitere, hochtechnisierte Messungen ein, die wir hier kurz vorstellen möchten.

Biometrie mit dem Zeiss-IOL-Master*: Dieses Gerät ermöglicht eine hochpräzise und berührungsfreie Messung von Augenlänge, Hornhautradien und Vorderkammertiefe des Auges. So kann die optimale Intraokularlinsenstärke ("IOL") bei einer Linsenoperation bestimmt werden.

Elektrophysiologie: Hierbei werden spezielle Meßelektroden verwendet, um Störungen in der Netzhaut oder der
Reizweiterleitung des Sehnerven zu erfassen.

Fluoreszenzangiographie: Bei dieser Untersuchung werden die Netzhautgefässe mit dem Farbstoff Fluoreszein dargestellt.  Der Farbstoff wird nicht direkt in das Auge, sondern in die Armvene injiziert. Für diese Untersuchung ist eine Pupillenerweiterung erforderlich. Sie wird vor allem bei Makuladegeneration, diabetischer Netzhauterkrankung und Netzhautgefässverschlüssen durchgeführt.

Hornhaut-Endothelzellmikroskopie: Die Hornhautinnenseite besitzt Endothelzellen. Diese Zellen haben eine Art Wasser-Pumpfunktion und halten die Hornhaut so transparent. Diese Zellen können sich nicht regenerieren und ihre Zahl nimmt im Laufe des Lebens ab. Mit der Endothelzellmikroskopie können wir uns einen Überblick über die Zahl dieser Zellen verschaffen. Wichtig besonders bei Patienten mit Hornhauterkrankungen, vor Augenoperationen und nach Hornhauttransplantationen.

Hornhaut-Topographie: Mit diesem Gerät wird eine komplexe Landkarte der Hornhaut erstellt. Hornhautverkrümmung und -dicke sowie weitere relevante Faktoren, die bei der Auswahl von geeigneten Intraokularlinsen helfen oder dabei, bestimmte Hornhauterkrankungen zu erkennen.

HRT (Heidelberg Retina Tomograph): Hochauflösendes Vermessungsinstrument für den Sehnerven, Einsatz bei Patienten mit Glaukom. Die Messung erfolgt berührungsfrei und ohne Pupillenerweiterung.

OCT (Optische Kohärenztomographie): Dieses Gerät liefert hochauflösende Querschnitt- und Tiefenaufnahmen von Makula ("Stelle des schärfsten Sehens" der Netzhaut) und Sehnerv.
Es wird einerseits bei Patienten mit Makulaerkrankungen wie etwa der Makuladegeneration, Makulaödem (z.B. bei Diabetes, Venenverschlüssen), Makulalöchern und -traktionssyndromen, epiretinaler Gliose ("Zellophanmakula"), andererseits bei Patienten mit Glaukom ("Grüner Star") eingesetzt. Die berührungsfreie Messung erfolgt in der Regel bei nicht-erweiterter Pupille.

Optomap*: Eine Ultraweitwinkelkamera, mit der die komplette Netzhaut und Aderhaut ohne Pupillenerweiterung aufgenommen wird. Ideal für Patienten, die nach dem Besuch bei uns noch andere Aktivitäten geplant haben (z.B. Auto fahren, arbeiten etc.). Ideal auch in Fällen, bei denen ein Befund im Verlauf kontrolliert werden muss, inbesondere  bei Diabetikern und Bluthochdruckpatienten.

Pachymetrie (Hornhautdickenmessung): Die Augendruckmessung kann durch die individuelle Hornhautdicke beeinflusst werden. Die kontaktfreie Messung der Hornhautdicke hilft dabei, die Höhe des Augendrucks richtig einzuordnen. Darüber hinaus erlaubt sie eine gewisse Risikoabschätzung bei Patienten mit Okulärer Hypertension und Glaukom.

Ultraschall: Auch für das Auge gibt es Ultraschallgeräte. Wir setzen diese Untersuchung u.a. dann ein, wenn wir aufgrund einer fortgeschrittenen Linsentrübung oder einer Blutung im Auge die Netzhaut nicht mehr einsehen können.

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