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Augenkrankheiten » Diabetische Retinopathie
Bei allen Formen des Diabetes kann das Auge mit betroffen werden. Die wichtigste Erkrankung ist die diabetische Retinopathie, übersetzt die diabetische Netzhauterkrankung. Die Netzhaut ist die sehr dünne innere Schicht des Auges, vergleichbar dem Film in einer Kamera. Sie wird nur von sehr wenigen, zarten Blutgefäßen versorgt. Diese können durch die veränderten Blutzuckerspiegel geschädigt werden.
Können alle Diabetiker davon betroffen werden?
Ja, alle Formen des Diabetes können eine diabetische Netzhauterkrankung entwickeln. Auch eine gute Stoffwechseleinstellung ist kein absoluter Schutz.Als Faustregel gilt, dass etwa ein Viertel aller Diabetiker nach 20 Jahren Dauer des Diabetes eine diabetische Netzhauterkrankung hat. Viele jedoch auch früher.Manche Typ II - Diabetiker haben bereits bei Diagnosestellung des Diabetes, wenn dieser zunächst nicht festgestellt wurde, eine diabetische Netzhauterkrankung.
Merke ich das als Patient rechtzeitig?
Nein, der Verlust der Sehschärfe ist leider bereits ein Spätsymptom.
Was kann ich tun?
Jährliche Früherkennungsuntersuchungen sind der beste Weg, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Was wird dabei untersucht?
Zunächst wird der vordere Teil des Auges wird mit dem Mikroskop angesehen.Der hintere Teil, speziell die Netzhaut („Augenhintergrund“), kann nach Pupillenerweiterung mit Augentropfen ebenfalls mit einem Mikroskop und speziellen Optiken untersucht werden.
Wichtig für Autofahrer: Wenn eine Pupillenerweiterung durchgeführt werden muss, besteht anschließend für einige Stunden keine Fahrtauglichkeit.
Wir bieten auch die Untersuchung mit dem OPTOS-Gerät an. Hierbei braucht die Pupille nicht erweitert zu werden.
Beide Untersuchungen werden in unserer Praxis berührungsfrei durchgeführt.
Mein Augenarzt hat Diabetes in meinem Auge festgestellt, was kann jetzt getan werden?
Wichtig ist eine genaue Analyse, welche Stellen der Netzhaut betroffen sind, und wie stark der Schaden ist. Hierfür werden zusätzlich gegebenenfalls die Farbstoffuntersuchung (Fluoreszenzangiografie) und die Schichtaufnahme (Optische Cohärenztomografie = OCT) eingesetzt. Dann kann die notwendige optimale Behandlung festgelegt werden.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Abhängig vom Stadium der Erkrankung muss eine individuelle Strategie gewählt werden.Diese kann Laserbehandlungen, Eingaben von Medikamenten
(aktuell z. B. Anti-VEGF-Therapie), Operationen und die Behandlung zusätzlicher Erkrankungen umfassen.Alle diese Behandlungsmöglichkeiten stehen in unserer Praxis zur Verfügung.
Bin ich dann geheilt?
Nein, solange der Diabetes besteht können immer neue Blutgefäße geschädigt werden.Daher muss auch nach einer Behandlung regelmäßig das Auge
und die Netzhaut überprüft werden.Wenn neue Veränderungen auftreten, wird erneut entschieden wie die optimale Behandlung erfolgen kann
Was kann ich sonst noch tun?
Zunächst ist es immer wichtig den Stoffwechsel zusammen mit Ihrem Hausarzt und / oder Diabetologen möglichst gut einzustellen.
Nachgewiesen schaden zusätzlich Rauchen und Bluthochdruck den Augengefäßen.
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